Tiergestützte Psychotherapie

 

Fauna und Flora bestimmen wesentlich die Atmosphäre mit.  Jeder, der Zimmerpflanzen hat, kann bestätigen, dass sie nicht nur die Luft reinigen, sondern auch das Herz erfreuen.  Haustiere finden schnell und unmittelbar einen Weg in unser Herz.

 

In der Psychotherapie öffnen meine Vier in mir und Ihnen etwas, was es uns leichter macht, einen Weg zueinander zu finden und miteinander zu gestalten.  

Eddie, der 02/07 geborene Havaneser, begrüßt Sie voller Neugierde und Freude an der Tür.  Wenn Sie nichts mit ihm zu tun haben möchten, ignorieren Sie ihn einfach, dann zieht er sich zurück.  Sonst halten Sie ihm für ein erstes Beschnuppern einfach die Hand hin.  Streicheln ist sehr willkommen, aber natürlich nur, wenn Sie dazu gerade Lust haben.  Wie es zwischen Ihnen weitergeht, bestimmen Sie beide dann.

Hanny-Mäuschen, die 02/07 geborene Malteserin, ist sehr zurückhaltend und häufig einfach nur auf meinen Schoß gekuschelt präsent.

Peterle, der 05/05 geborene EKH-Kater, besucht uns manchmal und kommt zu einer ruhig hingehaltenen Hand, um sich streicheln zu lassen.

Julchen, seine Wurfschwester, ist scheu und daher nur selten in meinem Sprechzimmer zu sehen.

Sollten Sie eine Tierhaarallergie haben, möchte ich Ihnen von einem Besuch meiner Praxis dringend abraten.

 

 

 

Gut erforscht sind die Wirkungen von Tieren auf das autonome Nervensystem und dessen Steuerungszentrale im Stammhirn (den Teil unseres Gehirn, den wir mit den Reptilien gemeinsam haben): unsere Reaktion auf Stressoren oder Bedrohungen, nämlich zu kämpfen, zu fliehen oder wenn das beides nicht geht zu erstarren, wird gedämpft, d.h. Blutdruck und Herzfrequenz werden vermindert und damit auch das Risiko, dass chronischer Stress letztlich zu Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems wie Herzinfarkt oder Schlaganfall führen kann.  Cortisol, das die Immunantwort unterdrückt, wird reduziert.  Hunde wirken nachgewiesenermaßen entkrampfend, beruhigend, Schmerzen reduzierend und entspannend.

Der Umgang mit Haustieren - in meiner Praxis: mit dem Kuschelteam - wirkt auch auf das limbische System unseres Gehirns, welches führend in der Verarbeitung von Emotionen und Bindung ist.  Der Neurotransmitter Oxytozin, der Bindungen schützt und Wohlbefinden hervorruft, wird vermehrt ausgeschüttet.  So erhöht Blickkontakt bei beiden, Mensch und Hund, den Oxytozin-Spiegel.  Derzeit wird Oxytozin übrigens experimentell in der Behandlung von Autismus und posttraumatischem Stress untersucht.  Auch der Spiegel von Dopamin, das mit dem Belohnungs-Motivations-System assoziiert ist, steigt an. 

 

Offenbar gelingt es vielen Menschen in der Beziehungsaufnahme zu Hunden und Katzen leichter, alte Muster zu umschiffen, die die Beziehung zu anderen Menschen belasten und einschränken.  Ein Hund wirkt so als Brückenbauer für die zwischenmenschliche Kommunikation, für den Weg aus der Isolation, ins Leben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Meine beiden

Therapiehunde:

Havaneser Eddie &

Malterserin Hanny-Mäuschen